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Geschichtlicher Hintergrund
Die Geschichte als PDF.
Die Spinnerei in Murg wurde 1836 von Othmar Blumer aus Glarus gegründet und ein Jahr später in Betrieb genommen. Fast 30 Jahre später fiel das Hauptgebäude einer Feuersbrunst zum Opfer. Mit dem Wiederaufbau im Jahre 1864 entstand die heutige Grundstruktur. Die erfolgreiche Geschäftstätigkeit erforderte danach verschiedene Aus- und Anbauten.
1900 übernahm Cosmus Schindler – ein angeheirateter Verwandter der Blumers - die Spinnerei und gründete eine Aktiengesellschaft. Er verstand es, den Betrieb auch in mageren Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1950 beständig auszubauen. 1946 folgte auf einen Rohstoffmangel eine Mitarbeiterknappheit. Dieser Engpass wurde durch italienische Gastarbeiterinnen überbrückt, für die das sogenannte Mädchenheim als Unterkunft zur Verfügung stand.
1950 wurde, wenn auch verhalten, das 50. Jubiläum der Aktiengesellschaft gefeiert.
Nach einigen Übergangsjahren übernahmen Mitte der 50er Jahre die Enkel von Cosmus Schindler, Hans Peter und Heinrich von Ziegler, die Geschäftsführung.
Der Erfolg der Spinnerei hing in hohem Mass vom Textilexport ab. Gute Jahre wechselten sich immer wieder mit Krisen ab. In den guten Zeiten wurde stets kräftig investiert. So wurde anfangs der 70er Jahre ein moderner Ergänzungsbau errichtet, wo modernste Ringspinnmaschinen zum Einsatz kamen.
Ab 1989 folgte eine neue Lagerhalle im Dorfkern, die Erneuerung des Kraftwerks sowie weitere Investitionen in Maschinen.
Zur selben Zeit öffnete sich der Osten, die Textilindustrie kam unter massiven Preisdruck. Immer mehr Kunden der Spinnerei verschoben ihre Betriebe nach Osteuropa, später auch nach Asien. Es wurde klar, dass es sich bei diesem Prozess nicht um einen konjunkturellen Zyklus, sondern um einen Strukturprozess handelte. Mit einer rentablen Produktion war auch längerfristig nicht mehr zu rechnen. 1996 musste die Spinnerei Murg AG, nach 160 Jahren, die Segel streichen. Der wichtigste Arbeitgeber im Dorf ging verloren.
Der Faden wird weiter gesponnen...

Im Jahr 2000 übernehmen Dieter (Urenkel von Cosmos Schindler) und Esther von Ziegler die Aktien der Spinnerei von verschiedenen Verwandten. Sie glauben an den Standort Murg und wollen die Liegenschaften einer neuen Nutzung zuführen. Eine enge Zusammenarbeit mit Behörden und Denkmalpflege beginnt. 2002 wird das ehemalige Industrieareal in eine Wohn- und Gewerbezone umgewandelt.
2002 wird die sagibeiz am See in der "ehemaligen Sägerei" eröffnet.
2004 folgt der hauseigene Schiffsanlegeplatz, ein weiteres Jahr später das Gartenrestaurant sagisteg mit Lounge und Seeterrasse.
2005 trifft die Baubewilligung für das Loftprojekt ein – Startschuss für die Umnutzung der Hauptgebäude. Gleichzeitig wird zusammen mit der Ortsgemeinde Murg eine Holzschnitzelheizung für das gesamte Areal geplant.
2006 erfolgen Spatenstich und Grundsteinlegung unter Beisein von Regierungsrätin Heidi Hanselmann.
Anfangs 2007 werden die ersten Lofts, Ateliers und Gewerberäume der 1. Etappe verkauft und im Mai bezogen. Nur wenige Monate später folgt grünes Licht für die 2. Bauetappe.
2008 wird neben dem lofthotel auch die 2. Etappe fertiggestellt.
Im Jahr 2009 wird die Planung auf den sogenannten „Neubau“ aus den 1970er Jahren ausgedehnt.
2010 trifft die Baubewilligung für die 3.Etappe ein, der Baubeginn erfolgt Ende August 2010.
…es wird fleissig weiter gesponnen.
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